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Am Mittwoch, dem 15. Januar 2025, veröffentlichte die Belgische Bischofskonferenz eine Pressemitteilung mit dem Titel: „Der Krieg zwischen Israel und Palästina muss dringend aufhören: Die Bischöfe Belgiens rufen zu einem sofortigen Waffenstillstand und einer verhandelten Lösung auf“.

Die frankophonen Bischöfe zusammen mit Bruno Spriet, Generalsekretär der Belgischen Bischofskonferenz, und Tommy Scholtes, frankophoner Sprecher der Belgischen Bischofskonferenz (c) Jean-Pierre Deleersnijder

Die belgischen Bischöfe sind zutiefst besorgt über die Ereignisse in Israel und Palästina. Seit dem schrecklichen Terroranschlag der Hamas am 7. Oktober 2023, bei dem etwa 1.200 Zivilisten getötet und 250 Israelis entführt wurden, erlebt das palästinensische Volk eine beispiellose Unterdrückung, die niemanden verschont. Der Konflikt hat bereits 50.000 Palästinenser in Gaza das Leben gekostet; die Zahl der getöteten Kinder wird auf etwa 14.500 geschätzt; 31 % der Kinder unter zwei Jahren scheinen im Norden von Gaza an akuter Unterernährung zu leiden.

Bei der Jagd auf tatsächliche oder vermeintliche Terroristen werden Frauen, Männer, ältere Menschen und Kinder unterschiedslos getötet und verletzt. Die grundlegendsten Rechte werden ihnen verweigert. Kliniken und Schulen werden bombardiert. Medizinische Hilfe erreicht die Bevölkerung nicht, und Hunger wird strategisch eingesetzt. Trotz zahlreicher Appelle von allen Seiten werden die noch festgehaltenen Geiseln nicht freigelassen, und die Aktionen der israelischen Armee gehen unvermindert weiter. Papst Franziskus rief am Donnerstag, dem 9. Januar, das diplomatische Korps zu einem sofortigen Waffenstillstand, zur Freilassung der Geiseln, zur Zulassung humanitärer Hilfe für die Opfer und zu einer politisch verhandelten Lösung auf, um den Konflikt zwischen Israel und Palästina zu beenden.

Zusammen mit vielen anderen unterstützen wir diesen Aufruf voll und ganz und schließen uns Papst Franziskus an, indem wir unsere Hoffnung ausdrücken, dass Israelis und Palästinenser die Brücken des Dialogs und des gegenseitigen Vertrauens wiederaufbauen können, damit zukünftige Generationen Seite an Seite in zwei Staaten in Frieden und Sicherheit leben können und Jerusalem „die Stadt der Begegnung“ sein kann, in der Christen, Juden und Muslime harmonisch und respektvoll zusammenleben.

Pressemitteilung verfasst vom Pressedienst der Belgischen Bischofskonferenz

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